Was ist Design Thinking | 5 Min Lesezeit | Design Thinking Basics

Definition Design Thinking

Kreativität ist eine Fähigkeit, die nicht nur Künstlern und Träumern zugeschrieben oder gar überlassen werden sollte. Sie heute in fast jedem Berufszweig essentiell. Damit ist nicht nur das Vermögen gemeint, etwas ästhetisch Ansprechendes zu gestalten, sondern auch das Potential, innovative Ideen und ungewöhnliche Lösungsansätze zu entwickeln.

Nur so lassen sich verzwickte Probleme beheben und knifflige Fragen beantworten. Doch gute Ideen lassen sich nicht züchten und Kreativität lässt sich nicht auf gleiche Art und Weise erlernen wie eine Naturwissenschaft oder eine Sprache.  

An dieser Stelle setzt Design Thinking an: Nicht Kreativität per se soll beigebracht werden; aber jeder kann lernen, seine kreativen Energien wieder frei zu setzen.

Wie der Name vermuten lässt, vermittelt Design Thinking eine Denkweise, die ursprünglich aus dem Werkzeugkasten eines Designers stammt. Mit Hilfe von verschiedenen Übungen und Techniken können kreative Prozesse bewusst in Gang gesetzt und so die Entwicklung von neuartigen Ideen begünstigt und mit ihnen komplexe Probleme oder Aufgabenstellungen gelöst werden.

Design Thinking beschreibt also zugleich eine Methodik und eine Denkweise zur Lösung von komplexen Problemen verschiedenster Art und der Entwicklung echter Innovationen. Diese entstehen an der Schnittstelle dreier Voraussetzungen, die im Design Thinking Desirability, Viability und Feasibility genannt werden:

  • Desirability: Menschen / Nutzer haben ein echtes Bedürfnis nach dieser neuen, innovativen Lösung.
  • Viability: Die Lösung passt zum Unternehmensprofil und ist wirtschaftlich rentabel;  hinter ihr steht ein nachhaltiges Geschäftsmodell.
  • Feasibility: Die Lösung ist für das Unternehmen auch wirklich technisch umsetzbar.

Egal ob Produkt-, Service- oder Geschäftsmodel-Innovation: Der Mensch und seine Bedürfnisse stehen im Design Thinking immer im Mittelpunkt des Prozesses. Zu Beginn der Arbeit muss immer erforscht werden, was eine ausgewählte Zielgruppe tatsächlich vermisst und sich aus diesem Mangel heraus wünscht. Nur so kann garantiert werden, dass etwas entwickelt wird, was auch wirklich gebraucht wird.  

Welches Mindset steckt dahinter?

Verständnis | Im Design Thinking geht es darum, Klarheit zu schaffen und durch visuelles Aufbereiten von Informationen selbst komplexe Inhalte einfach zu vermitteln. Beispielsweise werden Ideen auf Steckbriefen und Post-Its visualisiert oder aus Interviewergebnissen sogenannten Personas erstellt, die in anschaulichen Templates präsentiert werden können.

Vielseitigkeit | Außerdem stehen der Mensch, seine Werte und Unterschiedlichkeiten ganz klar im Fokus. Seinen Bedürfnissen gerecht zu werden, ist das Ziel des Innovationsstrebens nach Design Thinking. Um dieser Mannigfaltigkeit gerecht werden zu können, braucht es in jedem Projekt eine gute Zusammenarbeit von Innovatoren aus ganz verschiedenen Bereichen und Branchen, große Offenheit für neue Themen, Freude am Experimentieren und vor allem eine starke Hands-On-Mentalität. Design Thinking Projekte leben von Diversität und Interdisziplinarität.

Offenheit | Drittens versucht ein Designer stets unvoreingenommen auf seine Umwelt zu blicken, sein Wissen und seine Expertise auszublenden und sich in die Position eines Laien oder Anfängers hineinzuversetzen. Konkret heißt das: niemanden zu verurteilen aber alles zu hinterfragen, der Neugier freien Lauf zu lassen und sehr gut zuzuhören. Nur so wird die Erweiterung des eigenen Horizontes und mit ihr die Entwicklung außergewöhnlicher Ideen möglich.

 

Wann ist Design Thinking sinnvoll?

Wann immer man noch nicht genau weiß, wo man starten, entlang gehen und rauskommen möchte, wenn man auf der Suche nach echter Veränderung ist, sind Methoden und Denkpraktiken aus dem Design Thinking die richtigen Begleiter.

In vielen Organisationen, Unternehmen oder Projektteams ist es Gang und Gäbe, bewährte Praktiken anzuwenden um Arbeitsprozesse zu optimieren und vermeintlich erfolgreichere Ergebnisse zu erzielen. Das kann ein solider Weg sein, wenn sowohl Probleme bereits klar identifiziert als auch Lösungswege vorgegeben sind.

Auf der Suche nach wirklichen Neuentdeckungen, disruptiven Innovationen und echten Game-Changern sind diese Strategien allerdings völlig nutzlos. Es braucht eine ganz neue Sprache und neue Techniken um sich erfolgreich vom Status Quo lösen und wirklich neues Terrain betreten zu können. Genau setzen die out-of-the-box Denkweisen von Wissenschaftlern und Designern an.

Wie ist ein klassisches Design Thinking Projekt aufgebaut?

Ein Design Thinking Projekt besteht aus fünf Phasen:

Empathie | Zu Beginn des Projekts muss Empathie für die (potentiellen) Nutzer aufgebaut werden. Sie werden interviewt oder genau beobachtet, um ein möglichst gutes Bild und Verständnis von und für deren Bedürfnisse und Wünsche zu erlangen.

Define | Anschließend werden die so gewonnenen Erkenntnisse und Informationen ausgewertet, die Problemstellung genau definiert und eine eigene Vision für deren Lösung geschaffen.

Ideate | Dann können schon Ideen generiert werden. Der Fokus liegt dabei auf Quantität und Diversität. Erst wenn so viele Ideen wie möglich gesammelt wurden, werden sie evaluiert.

Prototype | Die besten Lösungsideen werden nun in Form von Prototypen ausgearbeitet. Dabei spielt es keine Rolle, ob sie als Post-it-Collage, Storyboard, Interface oder funktionales System umgesetzt werden. Wichtig ist, dass die Idee klar und ansprechend vermittelt wird.

Test | Schließlich werden die Prototypen mit echten (potentiellen) Nutzern getestet. Durch deren Feedback kann festgestellt werden, welche Lösungen gut ankommen und sich auf Dauer durchsetzen könnten, bzw. welche Änderungen für einen späteren Erfolg vielleicht noch notwendig sind.

 

Wie hebt sich unser Ansatz von anderen Design Thinking Konzepten ab?

Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, den Innovationsprozess mit Design Thinking Methoden noch besser auf die Bedürfnisse unserer Partner zuzuschneiden und ihn von Anfang bis Ende transparent und nachvollziehbar zu gestalten.

Unsere Erfahrung als Design Thinking Berater hat uns gezeigt, dass Design Thinking vor allem für Neueinsteiger sehr abstrakt wirken kann. Deswegen zeichnet sich unser Ansatz vor allem aus durch

kurze Etappen mit
klar definierten Zwischenzielen und
Methoden- und Tool-Sets für jeden Schritt.

Wir garantieren eine effiziente Problemlösungsstrategie in nur 10 Tagen auf der Basis von Design Thinking-Prinzipien. Das ermöglicht unseren Kunden und Partnern einen einfacheren Zugang zu Design Thinking und eine klare, überschaubare Projektplanung.

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