Question Thinking | 5 Min Lesezeit |Buchtipp der Woche #1

 

Ihr solltet das Buch unbedingt lesen, wenn | ihr auch manchmal das Gefühl habt, in einer gedanklichen Sackgasse zu stecken und lernen wollt, wie ihr euch mit ein paar einfachen Tricks Dank der Kraft der Fragen selbst am Schopf packen, wieder rausziehen und voller Elan und mit vielen neuen Ideen produktiv durchstarten könnt.

Worum geht’s | Die Methoden des Question Thinking sollen uns darin schulen, das eigene Denken und Handeln zu kontrollieren, unseren Innovations- und Forscherdrang bewusst anzuregen und so beruflich erfolgreicher und persönlich zufriedener zu werden. Question Thinking ermöglicht ein Selbstcoaching, kann aber auch dazu eingesetzt werden, Teams effizienter zu machen und Projekte erfolgreicher voranzutreiben.

Die Praxis | In ihrem Toolbuch stellt Adams dafür 12 Tools mit insgesamt 27 Übungen zur Verfügung. Sie sollen uns dazu anleiten, zunächst ein besserer Beobachter von uns selbst und unserer Umwelt zu werden. Im nächsten Schritt werden wir dafür sensibilisiert, zu merken, wann wir uns Lern- bzw. Kritikerfragen stellen, zwischen ihnen und ihrer Wirkung zu unterscheiden und schließlich zu beeinflussen, welche davon wir uns und anderen stellen und wie wir von einem Modus in den anderen wechseln können. Der zweite Teil der Übungen zielt darauf ab, Mitarbeiter zu schulen und auch unseren Umgang mit unseren Teams dahingehend zu verändern, dass aus ihnen innovative, kreative und motivierte Lernteams werden können. Denn Teams im Lernmodus – oder noch besser: Teams in Unternehmen mit Lernkultur – steigerten – so Adams – Produktivität und Effizienz deutlich.

Die Theorie | Hinter allem was wir tun stehe eine Frage, die wir uns selbst – bewusst oder unbewusst – stellten. Unser Handeln entspreche der von uns darauf getroffenen Antwort, sei also stets eine Reaktion. So sei die Tatsache, dass wir im Sommer eine kurze Hose anziehen die Antwort auf die uns vorher gestellten Fragen „Wie wird das Wetter heute wohl werden? Welche Kleidung ist dafür am geeignetsten?“. Die Quantität und Qualität dieser Fragen habe maßgeblichen Einfluss auf unsere eigene Stimmung aber auch unser Verhalten gegenüber Anderen. Denn sie führen uns entweder auf den „Lernpfad“ oder auf den „Kritikerpfad“. Der Lernpfad sei geprägt von einer offenen, neugierigen und motivierten Geisteshaltung – alles Treiber für persönlichen und beruflichen Erfolg – während der Kritikerpfad regelmäßig in Sackgassen ende und zu Leistungsabfall, Frustration und einem Gefühl von Ausweglosigkeit führe. Mit der Kontrolle über die inneren Fragen könne man daher selbst bestimmen, auf welchen Pfad man in Entscheidungssituationen abbiege und ggf. rechtzeitig den eigenen Kurs korrigieren. So das eigene private und berufliche Vorankommen aber auch die Erfolge eines Teams zu beeinflussen, könne mit den Methoden des Question Thinking jeder lernen.

Der Hintergrund | Unser häufiges Abdriften in den Kritikermodus erklärt Adams übrigens mit der Aktivität eines bestimmten Hirnareals, das in Urzeiten mal die Aufgabe hatte, dafür zu sorgen, dass wir instinktiv mit Kampf oder Flucht auf lebensbedrohliche Gefahrensituationen reagierten. Da uns heute nur selten ein Tiger vor der Haustür auflauere, löse das Gehirn diese impulsiven Extremreaktionen vermehrt in beruflichen und privaten Stresssituationen aus, in denen wir besser einen ruhigen Kopf behalten sollten. Question Thinking will uns helfen, diese Reaktionen zu kontrollieren und uns nicht von Stress lähmen zu lassen sondern gerade auch in herausfordernden Stresssituationen kreativ und konstruktiv zu denken.

Warum finden wir das Buch bei 10DaysfDesign wichtig | Die Kraft des richtigen Fragens spielt in unserem Beratungsansatz eine zentrale Rolle: Wenn wir in der ersten Phase unsere Nutzer verstehen lernen, sind die richtigen Fragen der Schlüssel zu den entscheidenden Insights. Und auch in der Ideenfindungsphase eröffnen wir in verschiedenen Übungen durch das Sammeln von Fragen viele verschiedene Lösungswege für relevante Probleme.

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